Da bin ich wieder. Das Fahrrad auf der Anhängerkupplung ging es am Pfingstmontag mit dem Wagen nach Konz an die Mosel. Die unermüdlichen Paddler, Jutta und Reinhard, hatten dort das Pfingstfest genutzt, Mosel und Saar zu erkunden. Reinhard hat meinen Wagen dort übernommen und ist damit nach Stuttgart gefahren. Am Bodensee sehen wir uns dann wieder. Vielen Dank euch beiden ! 😄
Am nächsten Morgen startete ich um 9 Uhr (wecken um 7, das ist wie beim
Segeln, man braucht zwei Stunden um gemütlich los zu kommen) meine letzte Etappe. Über die Saarbrücke zum Moselradweg und dann immer der Nase nach bis ich nach 41 km Schengen erreichte. Wer kennt den Ort im Dreiländereck in Luxemburg nicht… die Politiker der EU haben hier 1985 Geschichte geschrieben. Die Auswirkungen habe ich auf meiner Tour ja überall an Deutschlands Aussengrenzen bemerkt, ich wusste oft nicht, in welchem Land ich gerade bin. Doch! Mein Handy hat sich ständig gemeldet, wegen der Auslandstarife. Übrigens, Gorbatschow hat man in Schengen auf einem Stück der Berliner Mauer abgebildet. Zu Recht gehört er dort in das Informationszentrum.
Zurück auf der deutschen Seite, machte ich mit dem Saarland richtig Bekanntschaft. Also weg von dem bequemen Moselradweg. Ich gebe zu, das Saarland kannte ich so gut wie gar nicht. Heute Abend weiß ich, vom Höhenprofil her steht das Saarland dem Allgäu in Bayern nichts nach ! Übrigens, landschaftlich gibt es auch Parallelen, vielleicht hat das raue Klima etwas mehr Spuren hinterlassen. Die wechselvolle Geschichte des Saarlandes in jedem Fall.
Auf eine Gegend war ich besonders gespannt, den Hunsrück. Ich hatte immer ein ganz bestimmtes Bild vor Augen. Hügel, Wind, Schietwetter, einsame Dörfer, verschlossene Menschen. Bis auf den Wind und die Hügel, Fehlanzeige. Die wohlhabenden Höfe wie im Allgäu sucht man hier zwar vergebens, aber einen „guten Tag“ oder sogar „Moin“ habe ich beim vorbeifahren oft gehört.
Meine Route führte mich über Perl den Saarlandradweg entlang, über Hemmersdorf, Keringen nach Überherrn ins Hotel „Felsberger Hof“. Da sitze ich gerade, Grillabend 😉.













