• 14.05.13 bis 22.05.13 – 815 km
Am 14. Mai, den Hafengeburtstag davor hatten wir wie immer fröhlich mit Schwägerin, Schwager und Freunden aus dem „Schwabenländle“ verbracht, startete ich zu meiner dritten Etappe.

Greifswald, als Ausgangpunkt für die Tour Richtung Usedom, erreichte ich gegen Mittag mit der Bahn. Über das beschauliche Lubmin ging es nach Wolgast und von dort über die Klappbrücke auf die Insel Usedom. Meine erste Station war Zinnowitz, ein Seebad mit Geschichte. In der Polizeiverordnung vom 11. März 1850 wurde das Baden, getrennt nach Geschlechtern, geregelt:
§ 2: Während der Badestunden von 6.00Uhr morgens bis 12.00Uhr mittags dürfen am Strande vor den Damenbadeanstalten und zu beiden Seiten derselben bis auf eine Entfernung von 75 Metern, welche Abstande durch Tafeln bezeichnet sind, männliche Personen sich nicht aufhalten.
Der nächste Tag führte mich direkt entlang der Uferpromenade über Koserow, Bansin, Heringsdorf bis zu polnischen Grenze bei Ahlbeck. Auf der Promenade kamen mir zwar Fußgänger immer wieder gefährlich in die Quere, aber mit ein paar Notbremsungen ging alles gut.
In Ahlbeck bog ich Richtung Süden ab und fuhr parallel zur polnischen Grenze in Richtung Stettiner Haff bis Garz, um dann über Usedom und Karnin (mein Navi kannte die kleine Fähre über den Peenstrom nicht) nach Ueckermünde zu gelangen. Nach einer, immer einsamer werdenden Strecke entlang der polnischen Grenze, erreichte ich am nächsten Tag gegen 17.30 Uhr bei Mescherin die Oder. Die folgenden Tage auf dem Oder/Neiße-Radweg waren ein „Leckerbissen“ auf meiner Tour, wenn nicht sogar die schönste Teilstrecke bisher überhaupt. Rund 400 km teils durch unberührte Natur, einsamen Wegen, mal auf dem Deich, mal durch Feuchtgebiete oder kleinen Wäldern. Durch Städte, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Einerseits die kleine Kurstadt Bad Muskau mit dem Fürst-Pückler Park oder Forst mit dem Rosengarten und andererseits Städte wie Eisenhüttenstadt oder Guben, geprägt vom Industrie und dem Abbau der Braunkohle.
Am 21. Mai, mein vorletzter Tag, hatte ich mir als Ziel Dresden vorgenommen. Von Zittau bis Bad Schandau und den Elberadweg bis Dresden, fast ein Katzensprung. Es kam anders. Ich endschied mich, bei Großschönau eine Abkürzung durch den Naturpark auf der tchechischen Seite zu nehmen. Der Abstecher zu den Nachbarn hat mich etwa 40 km Verlängerung (Fahrrad schieben inclusive) gekostet, aus eigener Dummheit. Das Navi hatte nur Deutschland gespeichert und meine Karte passte so gar nicht in die Ausschilderung der Radwege (sofern überhaupt als solche gekennzeichnet). So kam es, dass ich mir den schönen Ort Krásná Lipa zwei mal ansehen durfte. Mit drei Stunden Verspätung erreichte ich über einen steilen Wanderweg bei Hinterhermsdorf endlich die Landesgrenze zu Sachsen. Die GPS Aufzeichnung zeigt meinen Irrweg.
Aber nach dem ersten Weizenbier in Stadt Wehlen, Dresden konnte bis morgen warten, waren die Strapazen des Tages schnell vergessen.
Hier wieder meine Tagesetappen im einzelnen:
- 14.05. Greifswald – Lubmin – Wolgst – Zinnowitz – 54 km
- 15.05. Zinnowitz – Bansin- Ahlbek – Usedom – Ueckermünde – 103 km
- 16.05. Uekermünde – Schwedt – Zützen – 130 km
- 17.05. Zützen – Gartz- Frankfurt/ Oder – 118 km
- 18.05. Frankfurt/ Oder – Eisenhüttenstadt – Guben – Forst/Lausitz – 98 km
- 19.05. Forst – Bad Muskau – Weißwasser – Görlitz – 102 km
- 20.05. Görlitz – Leuba – Ostritz – Zittau – 82 km
- 21.05. Zittau – Krásná Lipa (CZ) – Hinterhermsdorf – Stadt Wehlen – 97 km
- 22.05. Stadt Wehlen – Dresden – 31 km










































































Oh man, dumm gelaufen(oder gefahren ?) . Aber schön war´s doch oder ??