„Mc Pomm“ bis Rügen

16.04.13  bis 22.04.13 565 km
HiddenseeDer Winter war endlich vorbei und der April zeigte sich allmählich von seiner schönen Seite, um die 20 ° C und wenig Niederschlag. Mein Fahrrad war am 16.04. fertig bepackt und es ging  los in Richtung Schaalsee und weiter nach Schwerin. Meine zweite Etappe wird mich wieder an die Ostsee führen, nur dieses mal in Richtung Osten. Zwei neue Satteltaschen von Ortlepp für hinten sollten das tägliche befestigen bzw. lösen sowie das   transportieren in die Unterkunft etwas vereinfachen und ausserdem mehr Platz schaffen. Eine neue „Packordnung“ trug dazu bei, dass ich gesuchtes auch fand ohne alles auf den Kopf stellen zu müssen.  Die gleichmäßige Gewichtsverteilung der etwa 12 kg je Seite, vorne 1/3 und hinten 2/3, hatte sich schon auf meiner ersten Etappe eingespielt.
In Schwerin kam ich in einer „echten“ Radlerpension unter. Eine Jugendstilvilla direkt am See, nach der Wende  wieder in den Besitz der Eigentümerfamilie gelangt. Der Sohn hatte nach und nach einfache Zimmer für die zahlreichen Radler hergerichtet. Da ich früh in der Saison unterwegs war, konnte ich als einziger Gast das gute Frühstück in schöner Atmosphäre genießen.
Mein Navi hatte ich jetzt gut im Griff, die Menüeinstellung „einfache Route, Straßen vemeiden“ war die beste Kombination. Die ungeliebten „Plattenwege“ der ehemaligen  LPG  (für die jüngeren Leser: Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften der DDR) blieben mir aber nicht erspart.
Über Wismar ging es nach Kühlungsborn und dann auf den Darß nach Zingst. Der nächste Tag führte mich, dank eines ortskundigen Herbergsvaters in der Familienbildungsstätte, direkt am Wasser des Barther Boddens entlang durch unberührte Natur mit beiendruckender Landschaft und unzähligen Vögeln. Über Klausdorf und Kramerhof fuhr ich nach Stralsund um über den Rügendamm die größte deutsche Insel zu erobern.
In Selin, ganz genau in Baabe, fand ich eine „Datsche“ zum übernachten.

Das Wetter meinte es gut mit mir, kein Regen und wenig Wind. Es ging am 20. April weiter an der Ostsee entlang Richtung Binz. Hier traf ich ein Ehepaar wieder, welches mich bei  Putbus mit dem Wagen überholt hatte. Sie waren neugierig und ich erzählte von meinem Vorhaben. Zum Schluß stellte sich dann heraus, dass sie bei uns um die Ecke, in Reinbek, zuhause waren.

Über Sassnitz und Kap Arkona führte mich meine Tour schließlich in den kleinen Hafenort Wiek. Am nächsten Morgen hatte ich mir Hiddensee als Ziel vorgenommen, eine eher entspannte Tour. Von Schaprode ging es per Schiff auf die autofreie Insel. Hier muss die Zeit irgendwann stehen geblieben sein, alles ging etwas beschaulicher zu. Im Hafen von Kloster fand ich genau das passende Hotel. Die Treppenstufen knarrten und auf dem Zimmer stand noch ein schwarzes Telefon mit Wählscheibe.

Ein langer Spaziergang über die Insel führte mich auch an dem Sommerhaus von Gerhard Hauptmann vorbei. Am nächsten Morgen wurde ich von dem Lärm der Pferdekutschen geweckt, Passagiere und Gepäck für die 6 Uhr Fähre.

Schöner als auf Hiddensee hätte der Abschluß meiner zweiten Etappe nicht sein können. An der Westküste Rügens fuhr ich wieder Richtung Stralsund um mit der Regionalbahn (nach mehrmaligem Umsteigen) wieder in Bergedorf zu landen.

Die Tagesetappen im einzelnen:

  • 16.04.  Oststeinbek – Zarrentin- Schwerin  – 104 km
  • 17.04. Schwerin – Wismar – Kühlungsborn – 81 km
  • 18.04. Kühlungsborn – Warnemünde – Zingst –  87 km
  • 19.04. Zingst –  Barth – Klausdorf – Stralsund – Sellin/Rügen – 103 km
  • 20.04. Sellin – Binz – Sassnitz – Wiek –  89 km
  • 21.04. Wiek Wittow – Kloster Hiddensee  – 38 km
  • 22.04. Kloster Hiddensee – Stralsund – 63 km
Tacho mit 60
Tacho mit 60

Ein Gedanke zu „„Mc Pomm“ bis Rügen

  1. Da waren wir auch schon überall. Es ist dort super schön, einfach eine andere Welt. Wir waren aber mit unserem Wohnmobil unterwegs, kann ich auch empfehlen !!

    LG
    Birgit

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