• 26.08.13 bis 03.09.13 – 645 km
ich ein Wochenende in Dresden. Wir hatten natürlich ein volles Programm, Stadtrundfahrt, Spaziergänge, Frauenkirche, Zwinger und eine „Trabi-Safari“.
Montag standen wir beide am Hauptbahnhof, meine Frau fuhr zurück nach Hamburg und ich stieg in die S-Bahn nach Bad Schandau. Die letzte Etappe in 2013 lag vor mir. Zuhause hatte ich mir im Routenplaner das Höhenprofil bis Passau angesehen, die entspannten Tage waren vorbei, das stand fest. Schon in Bad Schandau der Beweis, es ging gleich bergauf in die sächsische Schweiz Richtung Altenberg. Das Erzgebirge, mit dem höchsten Berg Sachsens, dem Fichtelberg bei Oberwiesenthal, sollte mich die nächsten Tage richtig beschäftigen. Wenn man so mit 8 km/h die Berge hoch schleicht, werden die Tagesetappen natürlich kürzer, die Pausen dafür um so länger.
Von Altenberg führte mich mein Navi zunächst nach Zinnwald, direkt in die Loipe der Talentschmiede der Biathleten. Dann immer parallel zur Grenze in Richtung Marienberg. Die Orte wurden immer kleiner, stundenlang begegneten mir keine Menschen in dieser verlassenen Gegend.
Am dritten Tag hatte ich Oberwiesenthal erreicht. Nach einem „Aufstieg“ zum Fichtelberg (die Passstraße ging bis auf 1.083 m) wurde ich mit einer zweistündigen Abfahrt, fast bis Schwarzenberg, belohnt. Das angepeilte Hotel im Rathaus war leider geschlossen, meine Suche nach einem Zimmer endete im 3. Stock einer privaten Zimmervermietung. Einfach und billig, dafür mit Aussenfahrstuhl für das Gepäck (siehe Fotos). Wenn man müde ist schläft man auch in pink DDR-Frotteebettwäsche gut, oder ? Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück in einem kleinen Café, ging es Richtung Vogtland, eine Region im Grenzgebiet von Sachsen, Bayern und Thüringen. Meine letzte Station in Sachsen war am Abend die kleine Stadt Oelsnitz. Deftiges Essen, leckeres Bier und Unterhaltung von einer schwäbischen Wandergruppe, was will man mehr.
In Bayern angekommen konnte ich ganz entspannt den Eger-Radweg nach Süden nehmen. Nächste Station war Tirschenreuth in der Oberpfalz. Die letzten beiden Tage fuhr ich durch den Bayerischen Wald und, von Cham bis Zwiesel, den Regen-Radweg entlang. Die Bayern fahren offensichtlich auch gerne mit dem Radel, der Gegenverkehr war enorm!
Am 3. September führte mich mein Weg von Freyung an die österreichische Grenze nach Wegscheid zum Reischl-Hof. Hier hatten wir, als unsere beiden Jungs noch die Sendung mit der Maus gesehen haben, Urlaub gemacht. Im Laufe der Jahre ist aus der kleinen Pension ein Wellness-Hotel mit 4 Sternen geworden.
Bei Obernzell erreichte ich die Donau, den Weg nach Passau fand mein Rad dann alleine, immer flussabwärts. Nach 9 Tagen war ich in Passau an Donau, Inn und Ilz angekommen.
Hier soll es dann im Frühjahr 2014 in Richtung Bodensee weiter gehen. Bis dahin bleiben mir nur die „Kurzstrecken“ beim Einkaufen.
Meine Tagesetappen im einzelnen:
- 26.08. Bad Schandau – Rosenthal-Bieletal – Liebenau – Altenberg – 49 km
- 27.08. Altenberg – Rechenberg – Clausnitz – Pockau – Marienberg – 73 km
- 28.08. Marienberg – Königswalde – Oberwiesenthal – Schwarzenberg – 63 km
- 29.08. Schwarzenberg – Sosa – Blauenthal – Eibenstock – Auerbach – Oelsnitz – 84 km
- 30.08. Oelsnitz – Selb – Hohenberg – Mitterteich – Tirschenreuth – 78 km
- 31.08. Tirschenreuth – Floß – Vohenstrauß – Trausnitz – Neunburg vorm Wald – 89 km
- 01.09. Neunburg vorm Wald – Rötz – Cham – Kammerdorf – Regen – 87 km
- 02.09. Regen – Zwiesel – Frauenau – Grafenau – Freyung – 54 km
- 03.09. Freyung – Waldkirchen – Wegscheid – Obernzell – Passau – 68 km























































































Jetzt habe ich mich durch Alles durchgeklickt und gelesen. Spannend getextet und geschrieben. Tolle, eindrucksvolle Bilder. Diese Aufzeichnungen zeigen Deine enorme Leistung. Gratulation! Ich könnte im Moment nur eine Glühweintour durch die Weihnachtsmärkte beschreiben.
Gruß vom Schwaben-Ösi
Werner
Mit Begeisterung lesen wir deinen Blog, einfach toll. Liebe Grüße Ute und Detlef
Moin Andreas,
habe mit Begeisterung Deine Seite genossen. Bleib dran und allzeit eine Handbreit Radweg unter den Reifen, oder was sagen die Radler?
LG
Jürgen