Alle Beiträge von Andreas Graubner

Saarland – 26. Mai

Da bin ich wieder. Das Fahrrad auf der Anhängerkupplung ging es am Pfingstmontag mit dem Wagen nach Konz an die Mosel. Die unermüdlichen Paddler, Jutta und Reinhard, hatten dort das Pfingstfest genutzt, Mosel und Saar zu erkunden. Reinhard hat meinen Wagen dort übernommen und ist damit nach Stuttgart gefahren. Am Bodensee sehen wir uns dann wieder. Vielen Dank euch beiden ! 😄

Am nächsten Morgen startete ich um 9 Uhr (wecken um 7, das ist wie beim

Segeln, man braucht zwei Stunden um gemütlich los zu kommen) meine letzte Etappe. Über die Saarbrücke zum Moselradweg und dann immer der Nase nach bis ich nach 41 km Schengen erreichte. Wer kennt den Ort im Dreiländereck in Luxemburg nicht… die Politiker der EU haben hier 1985 Geschichte geschrieben. Die Auswirkungen habe ich auf meiner Tour ja überall an Deutschlands Aussengrenzen bemerkt, ich wusste oft nicht, in welchem Land ich gerade bin. Doch! Mein Handy hat sich ständig gemeldet, wegen der Auslandstarife. Übrigens, Gorbatschow hat man in Schengen auf einem Stück der Berliner Mauer abgebildet. Zu Recht gehört er dort in das Informationszentrum.

 

Zurück auf der deutschen Seite, machte ich mit dem Saarland richtig Bekanntschaft. Also weg von dem bequemen Moselradweg. Ich gebe zu, das Saarland kannte ich so gut wie gar nicht. Heute Abend weiß ich, vom Höhenprofil her steht das Saarland dem Allgäu in Bayern nichts nach ! Übrigens, landschaftlich gibt es auch Parallelen, vielleicht hat das raue Klima etwas mehr Spuren hinterlassen. Die wechselvolle Geschichte des Saarlandes in jedem Fall.

Auf eine Gegend war ich besonders gespannt, den Hunsrück. Ich hatte immer ein ganz bestimmtes Bild vor Augen. Hügel, Wind, Schietwetter, einsame Dörfer, verschlossene Menschen. Bis auf den Wind und die Hügel, Fehlanzeige. Die wohlhabenden Höfe wie im Allgäu sucht man hier zwar vergebens, aber einen „guten Tag“ oder sogar „Moin“ habe ich beim vorbeifahren oft gehört.

Meine Route führte mich über Perl den Saarlandradweg entlang, über Hemmersdorf, Keringen nach Überherrn ins Hotel „Felsberger Hof“. Da sitze ich gerade, Grillabend 😉.

 

Endspurt 

 Nachdem nun auch mein Sattel gegen Wind und Wetter geschützt ist, kann es am Dienstag nach Pfingsten endlich auf die letzte Etappe gehen. Über Konz die Mosel Entlang Richtung Süden, durch das Saarland, den Pfälzer Wald und dann Vater Rhein begleiten bis zum Bodensee. Konstanz ist mein endgültiges Ziel. Dann bin ich tatsächlich einmal rum. 😀
 

Eifel – 21. April

Mein Schwager hat mich gewarnt, die Eifel ist nicht ohne !

Der Anfang sollte aber wieder zu den besonderen Highlights meiner Tour werden. Schon in der Vorbereitung hatte ich von dem Vennbahnradweg gelesen. Ein 130 km länger, grenzüberschreitender Fernradweg zwischen Deutschland, Belgien und Luxemburg. Er verläuft auf der ehemaligen zur Zeit Preußens entstandenen Trasse der Vennbahn zwischen Aachen und  Troisvirges in den Ardennen in Luxemburg. Eifel – 21. April weiterlesen

Bad Bentheim – 16. April

Da bin ich wieder. Der gestrige Tag endete genauso wie er begann, kalt!

Meckern will ich aber  nicht, immerhin habe ich noch keinen Regentropfen abbekommen.

Gegen Kälte gibt es ein ganz einfaches Mittel, strampeln bis man warm wird. Daher dann auch die rd. 100 km am Ende des Tages. Immer der „Grafschafter Fietsentour“ folgend, gut ausgeschildert und ich alleine auf der Route, so macht es Spaß. Über Emlichheim, Neuenhaus, Nordhorn nach Bad Bentheim. Bekannt ist Bad Bentheim durch die weithin sichtbare Burg. Keine Sorge, den Geschichtsunterricht erspare ich euch an dieser Stelle. Nur soviel, sie entstand um 1200 und wird heute teilweise noch von angehörigen der Grafen von Bentheim und Steinfurt bewohnt.  Übrigens, der Graf war nicht anwesend, war nichts mit einem Schmaus wie im Mittelalter