Vorweg, ich bin am Ziel 😉 Nach 9 Tagen und 1014 km habe ich den östlichsten Punkt in der Neißeaue erreicht. Da mir hier keiner sagen kann wo genau dieser Punkt ist (Hinweise oder eine Tafel fehlt weil feuchte Gegend), nehme ich diese drei Fotos: die Neißeaue, der östlichste Punkt Görlitz und… meinen Zipfelpass! Der heißt wirklich so 😉
Neißeaue
Östlichster Punkt in Görlitz
Zipfelpass
Dafür steht der Turm noch…
Hier ist es Brauch, am 30. April Hexen zu verbrennen… nu…
Nicht mehr weit zum Ziel…
GÖRLITZ !
Danke für eure Begleitung bis hierher. Morgen kläre ich noch den Beitragstitel auf 😉 Einen Tag Pause und dann geht’s in die Heimat.
Guten Abend aus Wachwitz an der Elbe. Leider muss ich die Veröffentlichung der Fotos und meinen Tagesbericht der letzten 126 km auf morgen verschieben. Hier geht’s wieder nicht. So schön der Abend im Hotel „Elbterasse“ ist, untergehende Sonne und Blick auf die Elbe, WLAN funktioniert in keiner Ecke. “ Da muss der Chef mal machen, nu…“ Was meinen die eigentlich immer mit diesem “ nu“ ?
Kurz meine Tour heute: von Glauchau (noch bewölkt) nahm ich Richtung Chemnitz den Weg auf. Über Freiberg (eine beschauliche kleine Universitätstadt), sorry, musste schnell mal den Dampfer auf der Elbe fotografieren… kam das schönste Stück. Bei strahlendem Sonnenschein 15 km durch den Taranther Wald, ein Traum! Nur hin und wieder Wanderer, feste Wege und meist bergab. Durch Freital ab nach Dresden. Da bin ich durch… wie im Schlaf, aber immer wieder schön.
Ein sehr schöner Radlertag. Ohne Frostbeulen 😉
Morgen gehts nach Görlitz, jedenfalls in die Richtung, nu ?
Da bin ich wieder, jetzt mit WLAN von allen Seiten, zur Not aus Polen,aber dazu im nächsten Beitrag.
Meine Hotelsuche in Dresden hat sich etwas hingezogen. Hier die Gründe:
Zu lautAusgebucht…
Zum Glück hatte ich Geduld und fand das Hotel „Elbterrassen“ in Wachwitz auf der anderen Elbseite. Da brachte mich eine kleine Fähre rüber.
Hier noch ein paar Fotos von unterwegs:
FreibergKennt jeder 😉Das blaue Wunder auchFreiberg am Boden
Es grüßt euch der Radler in Sachsen. Während meine Frau gerade beim Yoga schlank bleibt, habe ich mir ein erstes „Köstritzer“, eine Soljanka (DDR-Nostalgie), einen Sauerbraten und ein Glas Lemberger gegönnt. Ich bin sicher, mein ökologischer Ferrari muss morgen zwei Kilo mehr durch Sachsen schieben 😉
Das leckere Essen gibt’s im hotelmeyer.de in Glauchau. Weiter ging heute nicht, 106 km ist akzeptabel. Besonders wenn man zum ersten Mal richtig nass wird, nicht dieser feine Hagelschnee sondern fette, nasse Flocken. Hier hätte ich mich unterstellen können:
Trockenhaube
Meine Strecke war heute dreigeteilt. Jena (eher nervig, gilt für alle großen Städte), von Stadtroda bis Gera fast ausgefallen wegen Wetter, Ronneburg, Crimmitschau bis Glauchau ganz nett. Es ist, bei aller Bewunderung für die Landschaft, vieles wie nach der Wende. Besonders die Straßen! Häuser verfallen, Läden und Hotels stehen leer.
Der hält durch
Aber Ideen haben die Leut:
Kannenbaum
Jetzt möchte ich endlich auf die Kommentare der letzten Tage näher eingehen. Auch wenn ich weiß, viele lesen nur oder schreiben lieber per whatsapp, hier freut mich natürlich jeder Beitrag .
Nico war wie immer der erste! Danke dafür, ohne deine Hilfe würde ich heute noch Postkarten schreiben! Ich freue mich schon sehr, den kleinen Tim im Arm zu halten, vermutlich haben wir gleich viel zugelegt 😉. Ihr seid prima Eltern und macht das richtig gut!
Dann flogen wieder liebe Wünsche aus Kapstadt von meiner Schwester Helge auf meine Homepage. Ist schon sehr beeindruckend, wie du am Ball bleibst. Sportlich wie du bist, wärest du vermutlich schon lange am Ziel. Liebe Grüße aus Sachsen.
Und dann war Reinhard, mein Ukulele- Mitstreiter, mit guten Wünschen dabei. Vielen Dank Reinhard und viel Spaß heute mit der neuen Gruppe.
Mit gewohnt messerscharfer Analyse und guten Wünschen hat sich dann mein Schwager Reinhard zu Wort gemeldet. Auch dir herzlichen Dank. Kanntest du den Spruch “ Schaltjahr ist Kaltjahr“ ? Ich gebe zu, ich kenne ihn erst seit kurzem. Egal, morgen wird es wärmer!
Am Rande des Thüringer Waldes versuchte ich im Schneegestöber und bei gefühlten -2 Grad den Weg Richtung Gotha zu finden. Durch Gotha durch, schön war nur das Schloss…
Ich sitze hier in Jena und versuche die vielen Fotos von Weimar und der Tour nach Jena zu laden, es funktioniert nicht !! Also wird geschrieben. Durch Erfurt war es stressig, Straßen schlecht und der Verkehr forderte volle Aufmerksamkeit. Auf dem Weg nach Weimar merkte ich dann, die Bremse hinten war am Ende.
Die beiden waren Dichter und keine Fahrradexperten…
Vorsichtig ging es durch Weimar. Hier ein paar Eindrücke:
Ein Stück durch das Ilmtal und Jena kam mit seinem „Wahrzeichen“ in Sicht. Schön ist anders…
Wichtig war meine Bremse, nach heutigen 122 km war ich froh, nach der Reparatur wieder beide nutzen zu können.
Diese Seite ist jetzt eine Baustelle. Entweder überschattet die oberhalb von Eisenach liegende Wartburg alles was mit WLAN bewegt wird, oder die Wetterverhältnisse haben ganze Arbeit geleistet. Daher nur kurz:
Thüringen ist das dritte Bundesland auf meiner Tour
Flüsse und alte Bahnstrecken sind mir die liebsten. Heute hat mich die Fulda und später die Werra begleitet. Dazu kräftiger Rückenwind und es lief wie geschnitten Brot 😉 Das Ganze natürlich mit Schnee, Hagel und Sonne und dann wieder von vorne. Zum Glück sind die Schneemassen ausgeblieben.
Scho-Ka-Kola an der Fulda 😉
Sonnenmoment
(Mehr geht heute nicht)
Moin, vom Frühstückstisch im City-Hotel in Eisenach. Meinen gestrigen Routenverlauf muss ich noch nachtragen. Von Alsfeld fuhr ich nach Niederaula, die Fulda entlang bis nach Bad Hersfeld. Dann ab Richtung Osten zum Werratal, bis fast vor Eisenach. Vorbei am Opelwerk zum Lutherdenkmal in der Stadtmitte.
Die können noch Autos bauen 😉
Schöner ging nicht…
Nun muss ich mich entscheiden. Die Hälfte der Strecke, rd. 510 km, liegen hinter mir. Ich bin jetzt hier:
Da meine Zeit etwas begrenzt ist, werde ich den „Mittelpunkt Deutschlands“ in Niederdorla nicht ansteuern. Der Umweg würde mich rd. 4 Stunden kosten. Da die Wetterverhältnisse mein Vorhaben ohnehin nicht einfacher machen, werde ich lieber weiter Richtung Osten strampeln. Etwas Anfeuerung könnte ich gebrauchen 😉
Von wegen! Die Hessen haben mich zwar mit Sonnenschein begrüßt… aber dann wurde es kalt! Insofern, Glühwoi ist besser (ein charmant serviertes Weizen und eine sehr leckere heiße Spargelsuppe im Hotel „Zum Schwalbennest“ toppen heute aber alles !).
Der Reihe nach erzählt. Im Hotel in Bad Laasphe blickte ich beim Frühstück missmutig nach draußen. Oberhalb des Tals lag Schnee auf den Dächern der Häuser. Die Kellnerin sah meinen Blick. „Die Pässe sind aber frei“…. hääää ? Welche Pässe ??? Ich: „Dann ist ja gut, dass ich die Schneeketten zuhause gelassen habe!“ Ich glaube, mein Humor war nicht so ihr Ding.
Meine begrenzten Qualtäten als „Bergziege“ waren heute nicht gefragt, ein Blick auf die Karte und ich war entspannt. Hier seht ihr den Grund:
Frühling in Kirchhain
Meine Strecke heute: Biedenkopf, Lahntal, Cölbe, Kirchhain, Stadtallendorf und dann Alsfeld ( nach 104 km).
Auf dem Weg nach Stadtallendorf stieg mir ein angenehmer Duft in die Nase. Pilze konnten es noch nicht sein, war auch zu süß. Aber dann kam die Erleuchtung:
Erkannt ?
Nö ? Dann hier:
https://www.ferrero.de/
Der Pförtner ließ es sich nicht nehmen, mir einen Riegel „Kinderschokolade“ zu überreichen.
Neustadt/ Hessen
Über das Beitragsfoto muss ich morgen „im Sattel“ mal länger nachdenken. Aber so lange da nicht steht “ Bitte ein Astra“ ist alles gut 😉 Bis morgen und bleibt neugierig.
Das schlechte Wetter hat auch etwas gutes, fahren, fahren ist die einzige sinnvolle und wärmende Beschäftigung. Die wenigen sonnigen Momente waren wie ein Geschenk. Vormittags sah es noch gut aus.
Die beiden hier saßen bei Windeck auf der Bank und hatten Glück 😉
Auf ihren „Wetterspion“ konnten sie sich verlassen!
Durch das „Siegerland“ ging meine Tour nach Siegen und Netphen (vorbei an der Lahnquelle), durch das Rothaargebirge. Bei 673 m wurde es heftig mit dem Wetter. Guckst du hier:
Zugegeben, ich habe heute mehrfach geflucht. Handy-Akku war irgendwann leer, Autofahrer ohne Gehirn, Umleitung kurz vor meinem Ziel Bad Laasphe. Aber irgendwann ist alles egal. Da freut man sich an den kleinen Dingen.
Nachdem meine, schon arg krumm gehende Wirtin mir beim Frühstück erklärt hatte, ihr Mann sei „Warmesser“ gewesen, wusste ich Bescheid. Er war nicht so für Schnittchen, eher für dampfendes auf dem Teller. Nicht zu verwechseln mit „Warmduscher“. 😉
Auf jeden Fall konnte ich mir Brot schmieren, in Folie einpacken, zwei hart gekochte Eier dazu, und dann ging es in die Kälte.
Regentag (Blues)
Meine Wetter App hatte vorhergesagt, bis 10 Uhr Regen. Hat gepasst. Bei 7 Grad wurde kräftig gestrampelt, Brühl war schnell erreicht. Vorbei an Schloss Falkenlust…
brachte mich die Rheinfähre bei Wesseling auf die andere Seite nach Lülsdorf. Die nächsten Stationen waren Niederkassel und unsere alte Hauptstadt Bonn. Dann, als es weg vom Rhein ging, war ich auf der sog. „Mittellandroute“. Sie wird mich in den nächsten Tagen kennenlernen, oder ich sie 😉
Nach Siegburg, die Sieg entlang, und Hennef erreichte ich nach 89 km Eitorf. Das reicht für Samstag, oder ? Liebe Grüße und bis morgen.
Am ersten Tag den Rhein erreichen, so war mein Plan. Nach 107 km landete ich immerhin in Erftstadt, den Rhein kann man riechen. Jedenfalls mit sehr guter Nase und bei Ostwind 😉
Heute früh habe ich mich noch vergewissert, dass mein Wagen gut versteckt im Hinterhof steht und ich hoffe, er steht dort in 10 Tagen immernoch. Zwei Spiegeleier zum Frühstück, Gepäck verstaut…. und aufgesessen. Das geht zum Glück schon alles wie im Schlaf.
Die Tour war heute ohne wirkliche Höhepunkte. Wetter grenzwertig (10 Grad, bewölkt), die Ortschaften eher langweilig. Oder sind meine Augen aus der Übung ? Vom Westzipfel ging es auf dem „zwei-Länder-Weg“ zunächst Richtung Süd-Ost über Gangelt, Alsdorf und Aldenhofen nach Jülich (rechts das Forschungszentrum). Vorbei am Tageabbaugebiet Hambach dann weiter nach Niederzier und Düren. Endlich Richtung Osten, nach Erftstadt war es dann nicht mehr weit.
Nun sitze ich hier bei Pizza und Weizenbier und tippe, WLAN ist in meiner heutigen Behausung leider Fehlanzeige.
Es ist soweit. Nach rund 5 Stunden entspannter Fahrt bin ich am westlichsten Zipfel Deutschlands, in Selfkant, angekommen. Von hier geht es morgen los Richtung Osten.
Der westlichste Punkt liegt übrigens genau in der Mitte eines Baches (siehe Foto). Der Grenzverlauf war durch die Kriegswirren bis 1963 ein ganz anderer. Erst dann einigte man sich auf die heutige Grenze (gegen Zahlung von 280 Mio. DM an die Niederlande).
Die sich seit jeher gut verstehenden Bewohnern diesseits und jenseits der Grenze war der Grenzverlauf egal. Sie nutzten die Vorteile beider Staaten. Noch bis zum letzten Tag wurde geschmuggelt was das Zeug hielt. So schickten die Selfkanter dann, bei Öffnung der neuen Grenze, selbstironisch als ersten Passanten einen Esel über die Grenze 😉