Archiv für den Monat: Mai 2015

Straßburg und Schwanau – 30. Mai

Kaum bin ich hier auf „Sendung“, schon erinnert mich meine Schwägerin Jutta mit ihrem Kommentar daran, dass ich nicht auf der Flucht bin. Genau aus diesem Grund bin ich heute nicht im Breisgau beim Weingut Behringer gelandet,  sondern bei Familie Gnacke im beschaulichen Ottenheim/ Schwanau. Ich trete also auf die Bremse, sonst bin ich schneller als der Rhein fließt, zwar in die falsche Richtung, aber egal 😉 (die Strömung ist wirklich beeindruckend).

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Pfälzer Wald – 28. Mai

Im Hotel Erika in Zweibrücken  gabs den Kaffee stilvoll aus dem Silberkänchen. Immerhin etwas.

Kaffe mit Stil
Kaffee mit Stil

Mein heutiges Ziel war anspruchsvoll aber machbar. Durch den Pfälzer Wald bis zum Rhein. Zunächst führte mich mein Weg zurück nach Hornbach nahe der französischen Grenze. Auf dem Rheinland-Pfalz-Radweg weiter Richtung Vinningen (Höhe 441 m, also schweißtreibend).

Der Weg über Eppenbrunn, Fischbach bei Dahn, Bundenthal und dem malerischem Wissembourg (F) war sicher einer der schönsten auf meiner kleinen Grenztour. Vorbei an Lauterbourg ging es nach Neuburg am Rhein.

Im Hotel „Zum Stern“ wartete dann ein schöner Abend mit Gudrun und Hannes, die sich auf dem Rückweg aus Koblenz schon angekündigt hatten, auf mich. Vielen Dank euch beiden 👍.

 

 

Zweibrücken – 27. Mai

Grenzfuchs
Grenzfuchs
Wildes Saarland
Wildes Saarland
Blick nach Lothringen
Blick nach Lothringen
Europäisches Denkmal Bisten
Europäisches Denkmal Bisten
Weltkulturerbe Völklingen Hütte
Weltkulturerbe Völklingen Hütte
Saar-Stahl
Saar-Stahl
Beides schön !
Beides schön !
Reiher
Reiher
Schleuse Alt-Güdingen
Schleuse Alt-Güdingen
Kanu auf Französisch
Kanu auf Französisch
Bei Saargemünd
Bei Saargemünd
Saarbrücken
Saarbrücken

Der zweite Tag ist aus Erfahrung der schwerste. Ich muss mich erst wieder an den Rhythmus gewöhnen, alles muss seinen Platz haben in den Taschen und dann kann es los gegen.
Heute zunächst den Bisttalradweg entlang über Wadgassen an die Saar. Da war das Saarland wie man es kennt. Auch wenn das Weltkulturerbe „Völklinger Hütte“ schon von weitem beeindruckt, die Strecke von Völklingen bis Saarbrücken wird nicht meine Traumroute. Links die Saar, dahinter Saarstahl, rechts die Autobahn. Erst hinter Saarbrücken wird es bis Sarreguemines (F) richtig schön. So schön, dass ich gleich noch einen längeren Abstecher durch Frankreich bis Reinheim und dann weiter nach Zweibrücken machte. Wenn ich eine persönliche „Wohlfühl- Skala“ für Länder führen würde, Frankreich stände ganz oben.

Bis bald und gute Nacht 🌝

Saarland – 26. Mai

Da bin ich wieder. Das Fahrrad auf der Anhängerkupplung ging es am Pfingstmontag mit dem Wagen nach Konz an die Mosel. Die unermüdlichen Paddler, Jutta und Reinhard, hatten dort das Pfingstfest genutzt, Mosel und Saar zu erkunden. Reinhard hat meinen Wagen dort übernommen und ist damit nach Stuttgart gefahren. Am Bodensee sehen wir uns dann wieder. Vielen Dank euch beiden ! 😄

Am nächsten Morgen startete ich um 9 Uhr (wecken um 7, das ist wie beim

Segeln, man braucht zwei Stunden um gemütlich los zu kommen) meine letzte Etappe. Über die Saarbrücke zum Moselradweg und dann immer der Nase nach bis ich nach 41 km Schengen erreichte. Wer kennt den Ort im Dreiländereck in Luxemburg nicht… die Politiker der EU haben hier 1985 Geschichte geschrieben. Die Auswirkungen habe ich auf meiner Tour ja überall an Deutschlands Aussengrenzen bemerkt, ich wusste oft nicht, in welchem Land ich gerade bin. Doch! Mein Handy hat sich ständig gemeldet, wegen der Auslandstarife. Übrigens, Gorbatschow hat man in Schengen auf einem Stück der Berliner Mauer abgebildet. Zu Recht gehört er dort in das Informationszentrum.

 

Zurück auf der deutschen Seite, machte ich mit dem Saarland richtig Bekanntschaft. Also weg von dem bequemen Moselradweg. Ich gebe zu, das Saarland kannte ich so gut wie gar nicht. Heute Abend weiß ich, vom Höhenprofil her steht das Saarland dem Allgäu in Bayern nichts nach ! Übrigens, landschaftlich gibt es auch Parallelen, vielleicht hat das raue Klima etwas mehr Spuren hinterlassen. Die wechselvolle Geschichte des Saarlandes in jedem Fall.

Auf eine Gegend war ich besonders gespannt, den Hunsrück. Ich hatte immer ein ganz bestimmtes Bild vor Augen. Hügel, Wind, Schietwetter, einsame Dörfer, verschlossene Menschen. Bis auf den Wind und die Hügel, Fehlanzeige. Die wohlhabenden Höfe wie im Allgäu sucht man hier zwar vergebens, aber einen „guten Tag“ oder sogar „Moin“ habe ich beim vorbeifahren oft gehört.

Meine Route führte mich über Perl den Saarlandradweg entlang, über Hemmersdorf, Keringen nach Überherrn ins Hotel „Felsberger Hof“. Da sitze ich gerade, Grillabend 😉.

 

Endspurt 

 Nachdem nun auch mein Sattel gegen Wind und Wetter geschützt ist, kann es am Dienstag nach Pfingsten endlich auf die letzte Etappe gehen. Über Konz die Mosel Entlang Richtung Süden, durch das Saarland, den Pfälzer Wald und dann Vater Rhein begleiten bis zum Bodensee. Konstanz ist mein endgültiges Ziel. Dann bin ich tatsächlich einmal rum. 😀