Kaum bin ich hier auf „Sendung“, schon erinnert mich meine Schwägerin Jutta mit ihrem Kommentar daran, dass ich nicht auf der Flucht bin. Genau aus diesem Grund bin ich heute nicht im Breisgau beim Weingut Behringer gelandet, sondern bei Familie Gnacke im beschaulichen Ottenheim/ Schwanau. Ich trete also auf die Bremse, sonst bin ich schneller als der Rhein fließt, zwar in die falsche Richtung, aber egal 😉 (die Strömung ist wirklich beeindruckend).
Wo die Alte Lauter in den Rhein fließt, führt die Grenze zu Frankreich den Rhein aufwärts bis nach Basel bzw. Weil am Rhein. Von meinem Hotel in Neuburg am Rhein war es nur ein Katzensprung zur Rheinfähre oberhalb von Lauterbourg. Rhein aufwärts – 29. Mai weiterlesen →
Im Hotel Erika in Zweibrücken gabs den Kaffee stilvoll aus dem Silberkänchen. Immerhin etwas.
Kaffee mit Stil
Da bin ich
Geschafft!
Sonnenbad !
Das waren Zeiten 😉
Lauschig…
Nix geht mehr !
Weissenbourg
Lauterbourg
Schön…
Weg durch Frankreich
Mein heutiges Ziel war anspruchsvoll aber machbar. Durch den Pfälzer Wald bis zum Rhein. Zunächst führte mich mein Weg zurück nach Hornbach nahe der französischen Grenze. Auf dem Rheinland-Pfalz-Radweg weiter Richtung Vinningen (Höhe 441 m, also schweißtreibend).
Der Weg über Eppenbrunn, Fischbach bei Dahn, Bundenthal und dem malerischem Wissembourg (F) war sicher einer der schönsten auf meiner kleinen Grenztour. Vorbei an Lauterbourg ging es nach Neuburg am Rhein.
Im Hotel „Zum Stern“ wartete dann ein schöner Abend mit Gudrun und Hannes, die sich auf dem Rückweg aus Koblenz schon angekündigt hatten, auf mich. Vielen Dank euch beiden 👍.
GrenzfuchsWildes SaarlandBlick nach LothringenEuropäisches Denkmal BistenWeltkulturerbe Völklingen HütteSaar-StahlBeides schön !ReiherSchleuse Alt-GüdingenKanu auf FranzösischBei SaargemündSaarbrücken
Der zweite Tag ist aus Erfahrung der schwerste. Ich muss mich erst wieder an den Rhythmus gewöhnen, alles muss seinen Platz haben in den Taschen und dann kann es los gegen.
Heute zunächst den Bisttalradweg entlang über Wadgassen an die Saar. Da war das Saarland wie man es kennt. Auch wenn das Weltkulturerbe „Völklinger Hütte“ schon von weitem beeindruckt, die Strecke von Völklingen bis Saarbrücken wird nicht meine Traumroute. Links die Saar, dahinter Saarstahl, rechts die Autobahn. Erst hinter Saarbrücken wird es bis Sarreguemines (F) richtig schön. So schön, dass ich gleich noch einen längeren Abstecher durch Frankreich bis Reinheim und dann weiter nach Zweibrücken machte. Wenn ich eine persönliche „Wohlfühl- Skala“ für Länder führen würde, Frankreich stände ganz oben.
Da bin ich wieder. Das Fahrrad auf der Anhängerkupplung ging es am Pfingstmontag mit dem Wagen nach Konz an die Mosel. Die unermüdlichen Paddler, Jutta und Reinhard, hatten dort das Pfingstfest genutzt, Mosel und Saar zu erkunden. Reinhard hat meinen Wagen dort übernommen und ist damit nach Stuttgart gefahren. Am Bodensee sehen wir uns dann wieder. Vielen Dank euch beiden ! 😄
Am nächsten Morgen startete ich um 9 Uhr (wecken um 7, das ist wie beim
Quälen mit Ansage
Ohne Worte
Fein 😉
Strom aus dem Saarland
Von vorne
VW ??
„Gorbi“ in Schengen
Museum Schengen
Schengen
Segeln, man braucht zwei Stunden um gemütlich los zu kommen) meine letzte Etappe. Über die Saarbrücke zum Moselradweg und dann immer der Nase nach bis ich nach 41 km Schengen erreichte. Wer kennt den Ort im Dreiländereck in Luxemburg nicht… die Politiker der EU haben hier 1985 Geschichte geschrieben. Die Auswirkungen habe ich auf meiner Tour ja überall an Deutschlands Aussengrenzen bemerkt, ich wusste oft nicht, in welchem Land ich gerade bin. Doch! Mein Handy hat sich ständig gemeldet, wegen der Auslandstarife. Übrigens, Gorbatschow hat man in Schengen auf einem Stück der Berliner Mauer abgebildet. Zu Recht gehört er dort in das Informationszentrum.
Hotel in Konz
Da bin ich unterwegs
Saar bei Konz
Zurück auf der deutschen Seite, machte ich mit dem Saarland richtig Bekanntschaft. Also weg von dem bequemen Moselradweg. Ich gebe zu, das Saarland kannte ich so gut wie gar nicht. Heute Abend weiß ich, vom Höhenprofil her steht das Saarland dem Allgäu in Bayern nichts nach ! Übrigens, landschaftlich gibt es auch Parallelen, vielleicht hat das raue Klima etwas mehr Spuren hinterlassen. Die wechselvolle Geschichte des Saarlandes in jedem Fall.
Auf eine Gegend war ich besonders gespannt, den Hunsrück. Ich hatte immer ein ganz bestimmtes Bild vor Augen. Hügel, Wind, Schietwetter, einsame Dörfer, verschlossene Menschen. Bis auf den Wind und die Hügel, Fehlanzeige. Die wohlhabenden Höfe wie im Allgäu sucht man hier zwar vergebens, aber einen „guten Tag“ oder sogar „Moin“ habe ich beim vorbeifahren oft gehört.
Meine Route führte mich über Perl den Saarlandradweg entlang, über Hemmersdorf, Keringen nach Überherrn ins Hotel „Felsberger Hof“. Da sitze ich gerade, Grillabend 😉.
Nachdem nun auch mein Sattel gegen Wind und Wetter geschützt ist, kann es am Dienstag nach Pfingsten endlich auf die letzte Etappe gehen. Über Konz die Mosel Entlang Richtung Süden, durch das Saarland, den Pfälzer Wald und dann Vater Rhein begleiten bis zum Bodensee. Konstanz ist mein endgültiges Ziel. Dann bin ich tatsächlich einmal rum. 😀